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ISO/IEC 21964 (vormals DIN 66399)

ISO/IEC 21964 ist die internationale Norm für die physische Vernichtung von Datenträgern. Sie hat die deutsche DIN 66399 abgelöst, die das DIN 2023 zurückgezogen hat.

Die Norm regelt, wie klein die Reste eines Datenträgers nach der Vernichtung sein müssen, damit sich die Daten nicht wiederherstellen lassen. Sie besteht aus drei Teilen: Teil 1 enthält Grundsätze und Begriffe, Teil 2 die Anforderungen an die Maschinen, Teil 3 den Ablauf der Vernichtung. Die Inhalte entsprechen weitgehend der früheren DIN 66399, die 2012 erschienen ist. ISO/IEC 21964 wurde 2018 veröffentlicht, 2023 hat das DIN die nationale Norm zurückgezogen.

Das System hat drei Bausteine. Drei Schutzklassen beschreiben, wie schutzbedürftig die Daten sind, von normal bis sehr hoch. Sieben Sicherheitsstufen legen fest, wie fein zerkleinert wird. Sechs Materialklassen unterscheiden die Art des Datenträgers, zum Beispiel H für Festplatten mit magnetischem Speicher und E für elektronische Datenträger wie SSDs oder USB-Sticks. Die Angabe „H-5“ bedeutet also: Festplatte, Sicherheitsstufe 5.

Wichtig ist die Abgrenzung zur Löschung. ISO/IEC 21964 regelt die Zerstörung. Für Geräte, die weiterverwendet werden sollen, ist eine softwarebasierte Löschung nach NIST SP 800-88 der übliche Weg.

Was das für Ihre Ausmusterung bedeutet

Wenn ein Anbieter heute noch mit „DIN 66399“ wirbt, verweist er auf eine zurückgezogene Norm. Fragen Sie nach ISO/IEC 21964 und nach der Sicherheitsstufe, die für Ihre Daten angemessen ist.

Mehr dazu: Sichere Datenlöschung bei der Ausmusterung

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Stand: 25.09.2026. Keine Rechtsberatung.