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Nachweiskette (Chain of Custody)

Die Nachweiskette dokumentiert lückenlos, wer ein Gerät wann und wo in der Hand hatte, von der Abholung bis zur Löschung. Jede Übergabe wird festgehalten.

Der englische Begriff „Chain of Custody“ stammt aus der Beweissicherung. Bei der IT-Ausmusterung geht es um dieselbe Frage: Lässt sich belegen, dass ein Datenträger zu keinem Zeitpunkt unkontrolliert war?

Eine vollständige Kette besteht aus mehreren Gliedern. Am Anfang steht die Geräteliste mit Seriennummern. Bei der Abholung wird die Übergabe schriftlich bestätigt, oft zusammen mit der Nummer einer Plombe, mit der der Transportbehälter verschlossen wird. Beim Eingang wird geprüft, ob die Plombe unversehrt ist und ob alle Geräte der Liste angekommen sind. Am Ende steht für jedes Gerät das Löschprotokoll.

Rechtlich ist die Nachweiskette Teil der technischen und organisatorischen Maßnahmen, die ein Dienstleister im Vertrag zur Auftragsverarbeitung zusagt. Praktisch ist sie das, was ein Prüfer bei einem Lieferantenaudit zuerst sehen will.

Was das für Ihre Ausmusterung bedeutet

Eine Lücke in der Kette ist im Ernstfall eine Lücke im Nachweis. Achten Sie darauf, dass die Übergabe bei Ihnen quittiert wird und dass sich jedes Gerät bis zu seinem Löschprotokoll verfolgen lässt.

Mehr dazu: Sichere Datenlöschung bei der Ausmusterung

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Stand: 25.09.2026. Keine Rechtsberatung.